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Das Jahr 2009 hat für Kids Kidney Care (KKC)
mit einer guten Nachricht begonnen. Das Unternehmen KPMG hatte
entschieden, uns auf grosszügige Art zu unterstützen. Im Januar erhielten
wir eine beträchtliche Spende von Fr. 20'000.- von der KPMG Foundation, um
nierenkranken Kindern Ferien zu ermöglichen. Anlässlich des ersten KPMG
Charity Marathon, welcher im Mai stattfand, "errannten" die
MitarbeiterInnnen des KPMG weitere Fr.19’995.-für KKC, was
uns erlaubte, die dringenden Bedürfnisse von verschiedenen Familien zu
unterstützen. Dadurch gelangten wir in den Genuss eines finanziell
sorgenfreien Jahres-Beginns. Ebenfalls zum
Jahresanfang wandte sich der Fussball Club FC Cosenza aus Dübendorf an uns
mit der Idee, einen Anlass für Junioren Fussballspieler und nierenkranke
Kinder zu organisieren. Sie wollten für unsere Betroffenen einfach "etwas
Gutes tun". Trotz unserer Begeisterung für das Konzept mussten wir von
diesem Angebot absehen. Leider ist für nierenkranke Kinder eine sportliche
Betätigung auf diesem Niveau überhaupt nicht möglich. Daher entschied FC
Cosenza den Anlass unter dem Titel "Debii sii isch alles!!!!" zugunsten von
KKC zu organisieren und lud F-Junioren von anderen
Fussball-Clubs aus den Kantonen Zürich und Aargau ein, an diesem Turnier
teilzunehmen. Im Juni setzte FC Cosenza seine stärkste Formation, die Lions,
für KKC ein. Sie kickten für uns und trugen unsere Trikots,
um damit Solidarität mit nierenkranken Kindern in der Schweiz zu zeigen. Der
Event "Debii sii isch alles!!!!" fand auch Begeisterung unter den Sponsoren,
was uns in Zusammenarbeit mit dem FC Cosenza erlaubte, einen tollen Anlass
in einem fröhlichen Ambiente veranstalten zu können.
Im 2009 meldeten sich auch weitere Personen, die mit ihren
selbstorganisierten Events ebenfalls Fundraising für KKC
machen wollten. Thomas Maier, Leiter des Martial Arts Center in Dielsdorf,
hatte uns bereits beim Greifenseelauf im 2008 getroffen. Darauf hin
entschied er sich, mit seinem Club einen Charity-Anlass in zwei Teilen zu
organisieren. Wir wurden zuerst zu einer Open-Air-Vorstellung der Mitglieder
im Sommer eingeladen und anschliessend im September zu einem
Exhibition-Kampfkunst-Tag. Er lud vier Kampfspezialisten ein, um
Kampfkunst-Interessierten einen guten Einblick in das weite Spektrum der
asiatischen Kampkunst zu vermitteln. Die freiwilligen Spenden der
Teilnehmenden kamen zu 100% dem KKC zugute.
Im November lud uns die Familie Stanelli zum alljährlichen
Fest des von ihnen gegründeten Vereins "Associazione Noemi" ein. Die Familie
Stanelli hat über Jahre hinweg selber die Auswirkungen der Nierenkrankheit
erlebt. Zudem bekam ihre Tochter Noemi eine Niere von ihrer Mutter geschenkt
und geniesst nun ihr Leben in vollen Zügen. Aus dem Erlös des Festes,
welches von ihren Freunden und Bekannten wiederkehrend besucht wird,
überreichte uns die Familie eine grosszügige Summe, um unsere Ziele weiter
verfolgen zu können. 2009 schien sich als
ein "Jahr des Rennens" zu entwickeln. Nicht nur durften wir nochmals die
Treue des Bülacher Floorball Clubs geniessen, deren Mitglieder uns bereits
traditionell mit einem Viertel der Einnahme ihres Sponsorenlaufs der Saison
2009/10 begünstigten, sondern auch mit zwei Kantons-schülerinnen
zusammenarbeiten, die im Rahmen ihrer Matura-Arbeit einen Sponsorenlauf in
der Altstadt Bülach zu Gunsten von nierenkranken Kindern organisieren
wollten. Inspiration für die Matura-Arbeit war die Tochter der Präsidentin,
die mit den zwei Maturandinnen schon als nierenkrankes Kleinkind in einer
Ballettvorführung teilgenommen hatte und die nun als transplantierter
Teenager ein normales Leben führen kann. Gross, Klein, Jung und Alt aus der
Gegend nahmen teil, damit die "wohltätige" Matura-Arbeit ein Erfolg wurde.
Der KKC Vorstand war aktiv dabei und half mit dem
Fundraising durch unsere GönnerInnen. In
diesem Jahr konnten wir unsere Beziehung zu der Kiwanis Organisation nach
einigen Jahren neu beleben. Dank unserem Vorstandsmitglied Dr. Raymond C.
Benoit interessierte sich der "K-100 Gönnerverein" für unsere Arbeit und
anlässlich der GV genehmigten die Mitglieder einstimmig die Finanzierung der
Kosten der Diätverpflegung für nierenkranke Kinder während des kommenden
Ferienlagers 2010. Auch dank Dr. Benoit hat
die Erbschaft de Buren aus Denens eine Spende an KKC
aufgrund einer im September 2008 stattgefundenen Bilderausstellung der
ehemaligen Tapeziererin und Künstlerin Kilène de Buren (Ki) gewidmet.
Im 2009 stieg die zeitliche Beanspruchung für die Beratung
von Eltern weiter an. Obwohl wir Entscheidungen, die durch die Eltern
beschlossen werden müssen, ihnen nicht abnehmen können, können wir doch
ihren Argumenten zuhören, ihnen helfen einen Faden im Denkprozess zu finden,
ihnen über unsere gesammelten Erfahrungen berichten und sie beruhigen oder
eine andere Betrachtungsweise näherbringen. Oft fühlen sich die Eltern auch
sicherer, wenn sie zu schwierigen Terminen begleitet werden, wie z.B. in
einer Mediation. Unser Telefon ist nicht nur während den Bürozeiten bedient,
was bedeutet, dass eine Mutter z.B. in einer Krisensituation sofort mit uns
sprechen kann. Ganz zu Beginn des Jahres
musste sich der Vorstand mit einer möglichen wichtigen Neuwendung befassen.
Der Verein Eltern nierenkranker Kinder (VENK) sah sich über die Jahre hinweg
immer mehr mit einem Mangel an Interessierten konfrontiert, und der Vorstand
beabsichtigte die Auflösung des Vereins zu traktandieren. Es schien, als ob
der Verein in seiner heutigen Form obsolet geworden sei, da die Eltern
heutzutage wenig Interesse zeigen, um an Informationsveranstaltungen
teilzunehmen. Auch die Arbeit von KKC hat dazu geführt, dass Eltern heute
besser informiert sind. Sie werden nicht mehr mit ihren Sorgen allein
gelassen, wie z.B. im Falle der Konfrontation mit der IV über Taggelder nach
einer Transplantation. KKC hatte bereits im 2008 sein
Entgegenkommen geäussert, die Mitglieder des VENK unter "den Flügeln" von
KKC als "VENK Freunde von KKC"
aufzunehmen. Im Prinzip fand der Vorstand von VENK unseren Vorschlag
akzeptabel. Leider aber wollte der VENK Vorstand später diese Verhandlungen
als Fusion weiterführen und präsentierte uns im 2009 ein Fusionsdokument,
welches u.a. die Statuten von KKC erweitern resp. ausführlicher deklarieren
wollte. Vor kurzer Zeit hatte KKC
anlässlich der GV den Statuten unseres Vereins eine schlankere
Silhouette gegeben. Wir wollten "Bedürfnisse von nierenkranken Kindern und
Jugendlichen und deren Angehörigen" nicht in einzelnen Details auflisten, da
wir mit dieser Aussage laufend die Bedürfnisse je nach Stand der Dinge in
der Medizin, im Gesetz und bei individuellen Familien/Fällen neu definieren
können. Weiter hinzu haben wir uns zum Ziel
gesetzt, die Öffentlichkeit für die Folgen der Nierenkrankheit und für die
Nierentransplantation zu sensibilisieren. Mit dieser Zielsetzung können wir
mit unserer Arbeit sehr flexibel bleiben, neue Probleme und Situationen
statutenmässig anpacken und handeln. Wir sind ständig am Lernen, ständig am
Entdecken und ständig am Revidieren. Die Änderungsvorschläge von VENK hätten
uns eingeengt und durch ihre Definition uns in einzelnen Fällen schlicht die
Hände gebunden. Selbstverständlich hätten wir die Überweisung des
bestehenden Vermögens von VENK sehr begrüsst. Nichts desto trotz entschieden
wir uns, dem Rat unseres Rechtsanwalts folgend, keine Fusion einzugehen.
Trotzdem haben wir immer noch eine offene Tür für alle Eltern, die unsere
Hilfe brauchen, sei dies in finanzieller, beratender oder sonst
unterstützender Hinsicht. Durch unsere Internetseite können sie sich
ebenfalls auf dem Laufenden halten. Dazu verstehen sich viele unserer
Aktivitäten (wie z.B. "Debii sii isch alles!!!!") auch als Treffpunkt für
Eltern und deren nierenkranke und transplantierte Kinder.
Traurigerweise starb im 2009 wieder ein Teenager aus der "Nierenfamilie". In
unseren Gesuchen nannten wir sie Naomi. Wir bedanken uns von Herzen bei den
GönnerInnen, die geholfen haben, ihr kurzes Leben zu verbessern. Der Tod
eines Kindes bewegt uns immer wieder, spornt uns aber auch an, noch mehr für
die Nierenkrankheiten resp. Nierenspende zu sensibilisieren.
Nach vier Jahren Mitgliedschaft im Vorstand als Kassier ist
Max Schläpfer, Lebendspender, zurück-getreten. Wir danken ihm für die
Energie, die er unseren nierenkranken Kindern entgegengebracht hat und für
seine äusserst genaue Arbeit, welche er über eine solch lange Zeit
ehrenamtlich ausgeführt hat. Diese Arbeit ist von der Geschäftsfrau
Hildegard (Chip) Efthymiades übernommen worden, die als Quästorin in
verschiedenen Vereinen sehr viel Erfahrung gesammelt hat. Per Ende 2009 ist
Frau Beatrice Devigus auch wieder zu uns gestossen. Als Gründungsmitglied
entschied sie sich, wieder dabei sein zu wollen, da sie sich mit unserem
Anliegen sehr verbunden fühlt. Für das ehrenamtliche Mitwirken der
Vorstandsmitglieder möchte ich mich als Präsidentin bei ihnen herzlich
bedanken. Im Weiteren sind wir äusserst
dankbar für die Unterstützung durch unsere Ehrenmitglieder, die Professoren
und Ärzte, die uns mit Rat beistehen. Wieder sagen wir einen herzlichen Dank
für die intensive pro bono Leistung unseres Rechtsanwalts, Jürgen Imkamp,
Baur und Imkamp, Dübendorf, sowie für die ehrenamtliche Prüfung unserer
Buchhaltung durch den Revisor René Brüderli, Reviso AG, Oerlikon. Lucas
Eiholzer, eiweb.ch betreut unsere Website weiterhin kostenlos und hält diese
auf dem bekannt hohen Niveau. Ohne die wiederholte karitative Grafikarbeit
von Roland Wirz basicline AG und Ueli Camenzind Type Design AG könnte
KKC es schlicht und einfach nicht leisten, unsere Aktionen
zu veröffentlichen und durchzuführen. Wir danken ihnen.
Last but not least geht selbstverständlich auch unser Dank an alle
GönnerInnen und Sponsoren, Frauenvereine und Kirchgemeinden, die uns bei
unserer Arbeit unterstützen. Ohne sie könnten wir unsere wichtige Arbeit
nicht vollziehen! Kids Kidney Care
ist mit Swisstransplant assoziiert und Mitglied des Sportvereins
für Transplantierte. KKC hält regelmässigen Kontakt mit
Transplant-Organisationen im In- und Ausland, wie auch mit anderen
Kinderhilfswerken in der Schweiz. Im Jahre 2009 war eines unserer
Vorstandsmitglieder ebenfalls Mitglied des SOLV-LN (Schweizerisches Organ
Lebendspender Verein / Leber- und Nierenspende).
Marilyn Zeller-Walker Präsidentin Stadel,
den 22. Mai 2010 |
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