Jahresbericht 2009


 

Jahresbericht 1998

Jahresbericht 2002

Jahresbericht 2006

Jahresbericht 2010

Jahresbericht 1999

Jahresbericht 2003

Jahresbericht 2007

Jahresbericht 2011

Jahresbericht 2000

Jahresbericht 2004

Jahresbericht 2008

Jahresbericht 2012

Jahresbericht 2001

Jahresbericht 2005

Jahresbericht 2009

 

 

Das Jahr 2009 hat für Kids Kidney Care (KKC) mit einer guten Nachricht begonnen. Das Unternehmen KPMG hatte entschieden, uns auf grosszügige Art zu unterstützen. Im Januar erhielten wir eine beträchtliche Spende von Fr. 20'000.- von der KPMG Foundation, um nierenkranken Kindern Ferien zu ermöglichen. Anlässlich des ersten KPMG Charity Marathon, welcher im Mai stattfand, "errannten" die MitarbeiterInnnen des KPMG weitere Fr.19’995.-für KKC, was uns erlaubte, die dringenden Bedürfnisse von verschiedenen Familien zu unterstützen. Dadurch gelangten wir in den Genuss eines finanziell sorgenfreien Jahres-Beginns.

 

Ebenfalls zum Jahresanfang wandte sich der Fussball Club FC Cosenza aus Dübendorf an uns mit der Idee, einen Anlass für Junioren Fussballspieler und nierenkranke Kinder zu organisieren. Sie wollten für unsere Betroffenen einfach "etwas Gutes tun". Trotz unserer Begeisterung für das Konzept mussten wir von diesem Angebot absehen. Leider ist für nierenkranke Kinder eine sportliche Betätigung auf diesem Niveau überhaupt nicht möglich. Daher entschied FC Cosenza den Anlass unter dem Titel "Debii sii isch alles!!!!" zugunsten von KKC zu organisieren und lud F-Junioren von anderen Fussball-Clubs aus den Kantonen Zürich und Aargau ein, an diesem Turnier teilzunehmen. Im Juni setzte FC Cosenza seine stärkste Formation, die Lions, für KKC ein. Sie kickten für uns und trugen unsere Trikots, um damit Solidarität mit nierenkranken Kindern in der Schweiz zu zeigen. Der Event "Debii sii isch alles!!!!" fand auch Begeisterung unter den Sponsoren, was uns in Zusammenarbeit mit dem FC Cosenza erlaubte, einen tollen Anlass in einem fröhlichen Ambiente veranstalten zu können.

 

Im 2009 meldeten sich auch weitere Personen, die mit ihren selbstorganisierten Events ebenfalls Fundraising für KKC machen wollten. Thomas Maier, Leiter des Martial Arts Center in Dielsdorf, hatte uns bereits beim Greifenseelauf im 2008 getroffen. Darauf hin entschied er sich, mit seinem Club einen Charity-Anlass in zwei Teilen zu organisieren. Wir wurden zuerst zu einer Open-Air-Vorstellung der Mitglieder im Sommer eingeladen und anschliessend im September zu einem Exhibition-Kampfkunst-Tag. Er lud vier Kampfspezialisten ein, um Kampfkunst-Interessierten einen guten Einblick in das weite Spektrum der asiatischen Kampkunst zu vermitteln. Die freiwilligen Spenden der Teilnehmenden kamen zu 100% dem KKC zugute.

 

Im November lud uns die Familie Stanelli zum alljährlichen Fest des von ihnen gegründeten Vereins "Associazione Noemi" ein. Die Familie Stanelli hat über Jahre hinweg selber die Auswirkungen der Nierenkrankheit erlebt. Zudem bekam ihre Tochter Noemi eine Niere von ihrer Mutter geschenkt und geniesst nun ihr Leben in vollen Zügen. Aus dem Erlös des Festes, welches von ihren Freunden und Bekannten wiederkehrend besucht wird, überreichte uns die Familie eine grosszügige Summe, um unsere Ziele weiter verfolgen zu können.

 

2009 schien sich als ein "Jahr des Rennens" zu entwickeln. Nicht nur durften wir nochmals die Treue des Bülacher Floorball Clubs geniessen, deren Mitglieder uns bereits traditionell mit einem Viertel der Einnahme ihres Sponsorenlaufs der Saison 2009/10 begünstigten, sondern auch mit zwei Kantons-schülerinnen zusammenarbeiten, die im Rahmen ihrer Matura-Arbeit einen Sponsorenlauf in der Altstadt Bülach zu Gunsten von nierenkranken Kindern organisieren wollten. Inspiration für die Matura-Arbeit war die Tochter der Präsidentin, die mit den zwei Maturandinnen schon als nierenkrankes Kleinkind in einer Ballettvorführung teilgenommen hatte und die nun als transplantierter Teenager ein normales Leben führen kann. Gross, Klein, Jung und Alt aus der Gegend nahmen teil, damit die "wohltätige" Matura-Arbeit ein Erfolg wurde. Der KKC Vorstand war aktiv dabei und half mit dem Fundraising durch unsere GönnerInnen.

 

In diesem Jahr konnten wir unsere Beziehung zu der Kiwanis Organisation nach einigen Jahren neu beleben. Dank unserem Vorstandsmitglied Dr. Raymond C. Benoit interessierte sich der "K-100 Gönnerverein" für unsere Arbeit und anlässlich der GV genehmigten die Mitglieder einstimmig die Finanzierung der Kosten der Diätverpflegung für nierenkranke Kinder während des kommenden Ferienlagers 2010.

 

Auch dank Dr. Benoit hat die Erbschaft de Buren aus Denens eine Spende an KKC aufgrund einer im September 2008 stattgefundenen Bilderausstellung der ehemaligen Tapeziererin und Künstlerin Kilène de Buren (Ki) gewidmet.

 

Im 2009 stieg die zeitliche Beanspruchung für die Beratung von Eltern weiter an. Obwohl wir Entscheidungen, die durch die Eltern beschlossen werden müssen, ihnen nicht abnehmen können, können wir doch ihren Argumenten zuhören, ihnen helfen einen Faden im Denkprozess zu finden, ihnen über unsere gesammelten Erfahrungen berichten und sie beruhigen oder eine andere Betrachtungsweise näherbringen. Oft fühlen sich die Eltern auch sicherer, wenn sie zu schwierigen Terminen begleitet werden, wie z.B. in einer Mediation. Unser Telefon ist nicht nur während den Bürozeiten bedient, was bedeutet, dass eine Mutter z.B. in einer Krisensituation sofort mit uns sprechen kann.

 

Ganz zu Beginn des Jahres musste sich der Vorstand mit einer möglichen wichtigen Neuwendung befassen. Der Verein Eltern nierenkranker Kinder (VENK) sah sich über die Jahre hinweg immer mehr mit einem Mangel an Interessierten konfrontiert, und der Vorstand beabsichtigte die Auflösung des Vereins zu traktandieren. Es schien, als ob der Verein in seiner heutigen Form obsolet geworden sei, da die Eltern heutzutage wenig Interesse zeigen, um an Informationsveranstaltungen teilzunehmen. Auch die Arbeit von KKC hat dazu geführt, dass Eltern heute besser informiert sind. Sie werden nicht mehr mit ihren Sorgen allein gelassen, wie z.B. im Falle der Konfrontation mit der IV über Taggelder nach einer Transplantation. KKC hatte bereits im 2008 sein Entgegenkommen geäussert, die Mitglieder des VENK unter "den Flügeln" von KKC als "VENK Freunde von KKC" aufzunehmen. Im Prinzip fand der Vorstand von VENK unseren Vorschlag akzeptabel. Leider aber wollte der VENK Vorstand später diese Verhandlungen als Fusion weiterführen und präsentierte uns im 2009 ein Fusionsdokument, welches u.a. die Statuten von KKC erweitern resp. ausführlicher deklarieren wollte.

 

Vor kurzer Zeit hatte KKC anlässlich der GV den Statuten unseres Vereins eine schlankere Silhouette gegeben. Wir wollten "Bedürfnisse von nierenkranken Kindern und Jugendlichen und deren Angehörigen" nicht in einzelnen Details auflisten, da wir mit dieser Aussage laufend die Bedürfnisse je nach Stand der Dinge in der Medizin, im Gesetz und bei individuellen Familien/Fällen neu definieren können.

 

Weiter hinzu haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit für die Folgen der Nierenkrankheit und für die Nierentransplantation zu sensibilisieren. Mit dieser Zielsetzung können wir mit unserer Arbeit sehr flexibel bleiben, neue Probleme und Situationen statutenmässig anpacken und handeln. Wir sind ständig am Lernen, ständig am Entdecken und ständig am Revidieren. Die Änderungsvorschläge von VENK hätten uns eingeengt und durch ihre Definition uns in einzelnen Fällen schlicht die Hände gebunden. Selbstverständlich hätten wir die Überweisung des bestehenden Vermögens von VENK sehr begrüsst. Nichts desto trotz entschieden wir uns, dem Rat unseres Rechtsanwalts folgend, keine Fusion einzugehen. Trotzdem haben wir immer noch eine offene Tür für alle Eltern, die unsere Hilfe brauchen, sei dies in finanzieller, beratender oder sonst unterstützender Hinsicht. Durch unsere Internetseite können sie sich ebenfalls auf dem Laufenden halten. Dazu verstehen sich viele unserer Aktivitäten (wie z.B. "Debii sii isch alles!!!!") auch als Treffpunkt für Eltern und deren nierenkranke und transplantierte Kinder.

 

Traurigerweise starb im 2009 wieder ein Teenager aus der "Nierenfamilie". In unseren Gesuchen nannten wir sie Naomi. Wir bedanken uns von Herzen bei den GönnerInnen, die geholfen haben, ihr kurzes Leben zu verbessern. Der Tod eines Kindes bewegt uns immer wieder, spornt uns aber auch an, noch mehr für die Nierenkrankheiten resp. Nierenspende zu sensibilisieren.

 

Nach vier Jahren Mitgliedschaft im Vorstand als Kassier ist Max Schläpfer, Lebendspender, zurück-getreten. Wir danken ihm für die Energie, die er unseren nierenkranken Kindern entgegengebracht hat und für seine äusserst genaue Arbeit, welche er über eine solch lange Zeit ehrenamtlich ausgeführt hat. Diese Arbeit ist von der Geschäftsfrau Hildegard (Chip) Efthymiades übernommen worden, die als Quästorin in verschiedenen Vereinen sehr viel Erfahrung gesammelt hat. Per Ende 2009 ist Frau Beatrice Devigus auch wieder zu uns gestossen. Als Gründungsmitglied entschied sie sich, wieder dabei sein zu wollen, da sie sich mit unserem Anliegen sehr verbunden fühlt. Für das ehrenamtliche Mitwirken der Vorstandsmitglieder möchte ich mich als Präsidentin bei ihnen herzlich bedanken.

 

Im Weiteren sind wir äusserst dankbar für die Unterstützung durch unsere Ehrenmitglieder, die Professoren und Ärzte, die uns mit Rat beistehen. Wieder sagen wir einen herzlichen Dank für die intensive pro bono Leistung unseres Rechtsanwalts, Jürgen Imkamp, Baur und Imkamp, Dübendorf, sowie für die ehrenamtliche Prüfung unserer Buchhaltung durch den Revisor René Brüderli, Reviso AG, Oerlikon. Lucas Eiholzer, eiweb.ch betreut unsere Website weiterhin kostenlos und hält diese auf dem bekannt hohen Niveau. Ohne die wiederholte karitative Grafikarbeit von Roland Wirz basicline AG und Ueli Camenzind Type Design AG könnte KKC es schlicht und einfach nicht leisten, unsere Aktionen zu veröffentlichen und durchzuführen. Wir danken ihnen.

 

Last but not least geht selbstverständlich auch unser Dank an alle GönnerInnen und Sponsoren, Frauenvereine und Kirchgemeinden, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Ohne sie könnten wir unsere wichtige Arbeit nicht vollziehen!

 

Kids Kidney Care ist mit Swisstransplant assoziiert und Mitglied des Sportvereins für Transplantierte. KKC hält regelmässigen Kontakt mit Transplant-Organisationen im In- und Ausland, wie auch mit anderen Kinderhilfswerken in der Schweiz. Im Jahre 2009 war eines unserer Vorstandsmitglieder ebenfalls Mitglied des SOLV-LN (Schweizerisches Organ Lebendspender Verein / Leber- und Nierenspende).

 

 

Marilyn Zeller-Walker Präsidentin

Stadel, den 22. Mai 2010

 

 

 

...zurück

 

 

Das unbehandelte Nierenversagen ist 100% tödlich!
PC Konto: 90-791745-7 / Bank Sparhafen, 8022 Zürich, Kto Nr. 165.048.237.08, IBAN CH09 0680 8016 5048 2370 8

home

top