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Zwei Ereignisse haben die Agenda von Kids Kidney Care im Jahre 2005 geprägt. Wir erlebten Glückliches und Unglückliches, und der Vorstand fühlte sich dadurch sehr betroffen.

 

Am 3. Februar ist unser Vize Präsident, David Hönigsberg in seinem 45. Lebensjahr verstorben. Um seinen Einfluss auf unsere Arbeit zu beschreiben, zitiere ich aus der Todesanzeige welche Kids Kidney Care im Tages-Anzeiger platzierte.

 

"Als Gründungsmitglied von Kids Kidney Care hat der internationale Komponist, Dirigent und Pianist David Hönigsberg uns mit seinen vielseitigen Gaben geholfen, die Schweizer Hilfsorganisation zugunsten nierenkranker Kinder aufzubauen und mit Erfolg den Bedürfnissen dieser Kinder und ihrer Familien entgegenzukommen. Sein grosses Herz und seine Grosszügigkeit machten es unkompliziert, mit ihm für das Wohl der Kinder arbeiten zu können, wofür wir ihn äusserst dankbar in Erinnerung behalten werden. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund, einen guten Menschen, der sich gegen grosse politische Ungerechtigkeiten im Leben einsetzte, und einen vorzüglichen Musiker. Wir nehmen tiefen Anteil am grossen Verlust, den seine Gattin und Familie erleiden mussten, und trauern mit ihnen um einen einmaligen Menschen."

 

In Zusammenarbeit mit dem Cäcilienverein – einem Frauenchor im Aargau - welcher von David Hönigsberg dirigiert wurde – organisierte Kids Kidney Care seine Trauerfeier in der Stadtkirche Aarau. Wir bedanken uns bei den Damen des Chors für ihre Freigebigkeit. Unterstützt von Musikern und Freunden konnten die zahlreichen Gäste David's Leben feiern und zeigen wie wertvoll er für uns alle war. In seinem Sinne verteilten wir Spenderausweise an die Trauergäste. Durch dieses traurige Ereignis haben wir mehrere Personen für unser Ziel und Zweck gewonnen. Kathrine Hönigsberg, seine Witwe, setzt seine Arbeit zugunsten nierenkranker Kinder und der Transplantation fort. An der ausserordentlichen Generalversammlung im November 2005 wurde sie in den Vorstand gewählt.

 

Wir haben einen grossen Fundraising- und Sensibilierungs-Event im Jahre 2005 veranstaltet – "Nathanael lässt sich frei fallen". Der nierenkranke Teenager Nathanael Zurbrügg aus Adelboden erklärte sich bereit mit einem der welterfahrensten Tandemmeister, Karsten Dieck, an einem Fallschirm-Tandemsprung teilzunehmen und wollte damit anderen nierenkranken Kindern Mut im Leben machen und Spendengelder für Kids Kidney Care generieren. Sein Vater und die Präsidentin von Kids Kidney Care haben ebenfalls mit ihm solidarisch im Tandem das Flugzeug verlassen. Das Mitspringen von Salome Clausen ("Musicstar") zusammen mit den Eiskunstläuferinnen Sarah Meier und Melanie Bernhard, hat viele Zuschauer angezogen und half uns, das nationale Fernsehen miteinzubeziehen. Eine grosse Menge von Spenderausweisen durften wir an das Publikum verteilen. Nathanael's Geschichte, welche in den Jahren 2000 und 2004 im KKC Journal "In Touch" bereits zu lesen war, durften wir den Medien und der Bevölkerung veröffentlichen. Die Familie Zurbrügg stand fest hinter Nathanael's Wunsch, sein Leben von dieser Seite zu geniessen und sie begrüsste die Aktion zugunsten anderer Betroffener.

 

Dank dem Paraclub Beromünster, der Flubag, der Airport Helikopter und dem Restaurant Flugplatz Neudorf (50% der Einnahmen gingen an die Hilfsorganisation) konnten wir am 10. September ein interessantes Programm zusammenstellen und boten den Gästen Rundflüge an, wobei 20% der Einnahmen in die Kasse von Kids Kidney Care fliessen durfte. Der Schweizer Brieftaubenzüchterverein bot dem Publikum eine Brieftaubenpost an. Die Samariter des Gebiets standen uns ebenfalls auf karitativer Basis bei. Unterhaltung konnten wir zu Vorzugs-Preisen einholen.

 

Lediglich gegen Entgelt der Reisespesen bekamen wir professionelle Unterstützung für den Anlass von der PR Agentin Patricia Diermeier, wie auch von der Moderatorin Christa Möckli, Tele Top, die auf charmante Art durch den Tag führte. Die Prominente standen uns einen ganzen Tag ohne Gage zur Verfügung.

 

Leider trat eine Unwetter-Katastrophe im Aktionsgebiet kurz vor dem Aktionstag ein. Wir hatten 60'000 Flyers in der Gegend verteilt. Selbstverständlich wollte die lokale Bevölkerung ihre Nachbarn zu diesem unglücklichen Zeitpunkt finanziell unterstützen. Daher mussten wir uns mit weniger Spenden-Einnahme zufrieden stellen. Nichtsdestotrotz war der Event an einem warmen Frühherbsttag von ca. 400 Gästen besucht.

 

Trotz dem grossen Medien-Erfolg durch diese Aktion für die Nierentransplantation, mussten wir über die Verzweiflung seitens der Nephrologen von Bern und Luzern, wie auch vom Transplantationskoordinator St. Gallen erfahren. Ebenfalls wurde uns mitgeteilt, dass die Aktion Bedenken beim Rechtsdienst Inselspital Bern erweckt hat. Danach haben wir einen Brief an alle Eltern von nierenkranken Kindern, sowie an mündige Betroffene und Transplantierte, Nephrologinnen und Nephrologen, Nehpro-Teams und Pflegemitarbeitende, Kollegen der Swiss Transplant wie auch an SozialarbeiterInnen und Interessenten (PR, Kommunikations- und Medienverantwortliche, sowie Rechtsdienste der Spitäler) verschickt und alle eingeladen, uns Ideen und Konzepte für Aktionen mitzuteilen, welche mithelfen, Spendengelder einzubringen. Dazu heissen wir Ideen sehr willkommen, welche eingesetzt werden können um die Bevölkerung über die Nierenkrankheit resp. Nierentransplantation zu informieren. Umso besser ist es, wenn eine Aktion beide Komponenten beinhalten kann. Über die persönliche Initiative von diesen vielen Quellen warten wir leider bis heute.

 

An Ostern fand das von Liz Schick organisierte Osterlager in Anzère statt. Wir unterstützten das Lager und einige nierentransplantierte Kinder aus der Deutschschweiz durften dabei sein. Im Sommer fanden die World Transplant Games in Kanada statt. Dank Kids Kidney Care konnte ein Kind, begleitet von deren Mutter, in Kanada teilnehmen. Romain Basset, der einmal die Nicholas Cup Trophäe in Anzère gewonnen hat, gewann eine Silber-Medaille für die Schweiz.

 

An der Generalversammlung im Mai durften wir Max Schläpfer als neuen Quästor begrüssen. Max Schläpfer ist selbst Lebendspender und ist daher mit dem Mangel an Organspenden bestens vertraut. Dr. Raymond C. Benoit wurde bei der ausserordentlichen Generalversammlung im November, zusammen mit Kate Hönigsberg, neu in den Vorstand gewählt, während Beatrice Devigus die verwaiste Stelle der Vize Präsidentschaft übernahm. Das Gründungsmitglied Frau Connie Simcock hat den Vorstand nach 8 Jahren Arbeit verlassen, wie auch Frau Beatrice Schnarwyler, die Renal Nurse vom Kinderspital Zürich. Wir bedanken uns bei Ihnen für ihr Engagement zugunsten nierenkranker Kinder und freuen uns, sie bei unseren zukünftigen Anlässen begrüssen zu dürfen.

 

Für das Geschäftsjahr setzten wir uns das Ziel, die Zusammenarbeit mit anderen Patientenorganisationen und Transplantierten-Vereinen zu stärken. Die Präsidentin nahm an der Sitzung mit Swiss Transplant und deren assoziierten Organisationen teil und hoffte, einen effektiven Netzwerk-Beitrag unter den Vereinen zu leisten. Wir boten Reneo eine Zusammenarbeit an; EVLK die Möglichkeit, einen gemeinsamen Anlass zu organisieren; wir kommunizierten mit allen Gruppen der NPVS und baten um Unterstützung mit der Verteilung von Spenderausweisen bei unseren Events; wir nahmen an den SOLV-Treffen teil und hofften dort, Interessenten für unsere Arbeit zu finden. Leider mussten wir feststellen, dass es wenig Interesse unter den Organisationen gibt – aus welchem Grund auch immer – eine nähere Arbeitsbeziehung aufzubauen.

 

An der Diskussion über die Verordnungen zum Transplantationsgesetz, in der von der Sozialforschungsgruppe der Universität Zürich organisierte Focus Gruppe, nahm die Präsidentin als Vertreterin der KKC teil. Die Zusammenfassung der gesamten Meinung dieser Gruppe kann unter www.bag.admin.ch nachgelesen werden. Unsere Hauptpunkt war es, dass nicht dialysierte nierenkranke Kinder ebenfalls auf die Transplantationsliste gesetzt werden müssen, um nicht nur von einer Nierenspende eines Elternteils abhängig zu sein.

 

An der ausserordentlichen Generalversammlung in November stand zur Diskussion, ob eine Auflösung des Vereins in Frage kommen würde. Wir waren uns einig, dass zum jetzigen Zeitpunkt Kids Kidney Care seine Bestrebungen weiter fortsetzen sollte. Einerseits wurde Kids Kidney Care durch den Beitritt neuer Mitglieder gestärkt und andererseits ist im Umfeld nierenkranker Kinder und der Transplantation noch sehr viel zu leisten. Es wurde entschieden die Präsidentin für ihre Tätigkeit angemessen zu entschädigen. Sie hat bereits über 8 Jahre hinweg ihre Zeit investiert, um die Ziele von Kids Kidney Care immer wieder zu erreichen. Den Vorstandsmitgliedern werden ebenfalls ihre Spesen vergütet. Kids Kidney Care hofft weiter auf verstärkte Unterstützung durch neue Vorstandsmitglieder und durch Firmen und Einzelpersonen, die uns als Kids Kidney Carers beistehen möchten.

In diesem Sinne danken wir, wie immer, Roland Wirz, Basicline, sowie Lucas Eiholzer, eiweb.ch - webdesign, für ihre kontinuierliche karitative Leistung. Ebenfalls steht uns der Rechtsanwalt Dr. Jürgen Imkamp auf pro bono Basis immer bei. Reviso AG führt die Revisionsarbeit ehrenamtlich durch und der Fotograf Daniel Rihs aus Bern arbeitet für Kids Kidney Care gegen Spesen. Wir danken auch Stefan Angehrn und den Prominenten die uns ohne Gage wiederholt unterstützen.

 

 

Marilyn Zeller-Walker

Stadel den 21.05.06

 

 

 

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